Sarepta
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Entstehung und Besonderheiten der Entwicklung der deutschen Kolonie Sarepta im unteren Wolgagebiet (Russland)
In unserer einmaligen Ausgabe zum Thema „Geschichte Sareptas“ bieten wir Ihnen interessante und spannende Geschichten zu den wahren Begebenheiten der Herrnhuter Missionare im ehemaligen Russischen Reich. Wir forschten im Herrnhuter Museum, in Büchern und Internet, um Ihnen die umfangreiche Geschichte kurz darzulegen. Angefangen bei den Zeiten, in denen das Russische Reich noch von Zar und Zarin regiert wurden und beendet mit der heutigen Situation der ehemaligen deutschen Kolonie. Unserer Motto lautete dabei: „Man hat nur dann Zukunft, wenn man die Vergangenheit kennt.“. In dieser Broschüre warten auf Sie die Artikel über den Anfang der Herrnhuter Brüdergemeine im Russischen Reich, welche Beweggründe sie für die Umsiedlung aus Deutschland hatten, welche Ziele sie dabei anstrebten. Es wird berichtet, wie ihnen der Neuanfang gelungen war, welche Probleme und Hindernisse sie zu bewältigen hatten. Außerdem erfahren Sie, dass die deutschen Kolonisten, besonders aus Herrnhut, einen großen und wichtigen Anteil zu der landwirtschaftlichen und ökonomischen Entwicklung beigetragen haben. Sie produzierten z. B. den bis heute noch in ganz Russland bekannten Senf „Sareptska“ und den Stoff „Sarpinka“. Nicht weniger bekannt sind die Ekaterinaquellen, welche von den deutschen Siedlern entdeckt wurden. Diese Quellen waren sehr beliebt, denn das Wasser darin hatte eine heilende Wirkung. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen der Geschichten über Sarepta und über die damalige Situation im Russischen Reich und später in der Sowjetunion!
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Spätaussiedlerfamilien aus Löbau: Maria und Viktor Steinhauer - ohne Schuld schuldig gesprochen
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Geschichte der Familie Steinhauer
Die Geschichte unserer Familie ist unmittelbar verbunden mit der Chronik jener Ereignisse. Dem Vater meines Großvaters, der alle Stufen der Hölle durchschritten hat während der vier Jahre, die er im Arbeitslager verbrachte, gelang es als einem der wenigen bis zum Ende des Krieges am Leben zu bleiben. In seinem Herzen hegte er all diese Jahre die Hoffnung aus dem Arbeitslager nach Hause zurückzukehren, zu seiner geliebten Frau und zu den Kindern. Sein Leben ging zu Ende nur wenige Tage nach dem Krieg, genau am 12. Mai 1945. Sein Herz hielt die schreckliche Nachricht vom Tod seiner Frau und drei seiner Kinder im Jahre 1943 nicht aus. Es überlebten nur vier Kinder: drei Söhne und eine Tochter. Einer von ihnen war mein Großvater, Viktor Steinhauer.
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Spätaussiedlerfamilien aus Löbau: Lidia Schulgin - Das Schicksal zweier Frauen vor und nach dem Krieg
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Geschichte der Familie Schulgin
Meine Mutter Adelina Albrecht wurde im Jahr 1900 in einer deutschen Familie im Dorf Jusefovka im Saporoscher Gebiet geboren. Die Familie war groß – zusammen mit den Eltern neun Mitglieder. Mein Vater Daniel Neumann stammte auch aus einer deutschen Familie – er wurde 1891 im Wolynsker Gouvernement geboren. Dorthin waren seine Vorfahren zu der Zeit von Katharina II. gekommen. Meine Eltern begegneten sich in Saporoschje, der Heimat meiner Mutter, wohin mein Vater mit einem seiner Brüder nach der Armee kam. Meine Eltern heirateten 1918. Die Zeit war nicht leicht. Nachdem sie kurze Zeit im Dorf gelebt hatten, entschlossen sie sich in die Stadt Tschernigow zu ziehen, auf der Suche nach einem besseren Leben.
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Spätaussiedlerfamilien aus Löbau: Konstantin Kaufmann - Mein Schicksal
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„Im Hintergrund der Tragödie aller Russlanddeutschen kann ich mein Schicksal als glücklich bezeichnen.“ Konstantin Kaufmann
Ich wurde am 3. Juli 1920 im Dorf Schilling im Kanton Balzer der Deutschen Autonomen Republik an der Wolga geboren. Vor der Oktoberrevolution 1917 besaß mein Vater Martin Kaufmann eine hölzerne Mühle im Dorf Schilling. Nach der Revolution wurde die Mühle zugunsten des Staates beschlagnahmt. 1926 zog unsere Familie ins russische Dorf Panzirovka in der Region Saratow. Bis zu diesem Zeitpunkt sprach ich nur Deutsch. Im Sommer habe ich ein wenig Russisch gelernt, so weit es möglich war, und im Herbst 1926 fing ich an der russischen Schule zu lernen.
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Geschichte der Russlanddeutschen
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Themen:
- Auswanderung der Deutschen nach Russland
- Wirtschaftliche Blüte
- Beginn des Leidensweges
- Verschärfung der Repressalien gegen die Russlanddeutschen
- Folgen des Hitler-Stalin-Pakts und des Zweiten Weltkrieges
- Nach dem Zweiten Weltkrieg
- Historische Daten
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